Da sitze ich friedlich mit meinem Kaffe – ja, ich trinke auch als Yogini noch Kaffee, ich weiß, andere Diskusion – vor meinem Laden, und höre dieses Gespräch zweier Freundinnen die  entspannt an mir vorbei gehen:

“Wenn du dir mal ausrechnest, was die Bestandteile eines Cocktails so kosten, und das dann auf die Menge eines Cocktails runter reduzierst, dann merkt man erst mal wie teuer sowas ist.”

 

 

Falsch!!!
Völlig Falsch!
Du zahlst doch bei einem Cocktail nicht den Cocktail!
Du zahlst in einem Restaurant nicht das Fleisch oder das Gemüse!

Ich muss schon sagen, wer das glaubt, sollte mal demnächst nach dem Osterhasen suchen.

Wisst ihr was man zahlt? Mit einem Cocktail zahlst du:
Na klar, das Wasser, das bisschen Alkohol, ein paar Früchte, etwas Zucker und den unsinnigen Stohhalm, der ja eh sofort in den Müll wandert.
Aber das was du wirklich damit zahlst, sind, Strom und Ambiente in dem Laden in dem du sitzt. Heizung und Putzfrau, damit dir nicht kalt ist und das Klo ordentlich und vor allem sauber, wenn du Zuviel getrunken hast. Du zahlst den Barmann! Der dir überhaupt erstmal dein Getränk mixen kann. Du zahlst das Glas, das notwendige Zubehör um diese Bar zu betreiben. Ach, und dann bleibe; ja noch ca 10-15 Cent übrig. Für den Wirt.
Hammer Gewinn könnte man denken. Aber nein.
Denn davon darf der Wirt ja noch die Steuern zahlen……

Man kann also sagen, mit dem Kauf eines ordinären Cocktails finanzierst du dein Land, einen kleinen Ort an dem du dich wohlfühlen kannst. Die Minuten oder Stunden mit deinen Freunden in denen du witzige, traurige, wichtige oder belanglose Gespräche führen kannst. Du finanzierst dir Zeit in der es dir gut geht. Du vielleicht deinen Traumpartner kennenlernen kannst, oder ihn lieben lernen kannst.
Und ein Kleinwenig davon ist der Wucher, mit dem der Wirt am Ende des Tages seine Familie versorgt.

Danke für deinen Einkauf.
Denn das gleiche tust du in einem Restaurant, im Bauchladen, im Lebensmittelgeschäft deiner Wahl, und natürlich bei uns in deinem Yogaladen mit Zeit zum ausprobieren und testen.

Denk nicht immer gleich, wie teuer alles ist, sondern was es für dich bedeuten kann, diese Dinge zu kaufen, zu bezahlen. Denn mal ganz ehrlich – leisten können wir uns heute viel mehr als wir eigentlich zugeben wollen. Vielleicht sind wir alle nur manchmal überrascht zu sehen, wieviel es am Ende tatsächlich ist.


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